Deutsch Einführung

FORRAI Gymnasium und Fachmittelschule für Kunst

in der Trägerschaft der Ungarischen Evangelisch-methodistischen Kirche

 

      „der Zeit entsprechende Bildung – anspruchsvolle menschliche Werte – sichere, anerkannte Arbeitsstelle”

 

  1. Der Anfang 1939-1952

Frau Rege S. Forrai – Schulgründerin, 21 Jahre lang Schuldirektorin, z.Z. ehrenamtliche Schulleiterin – schildert ihre Erinnerungen an die Schulgründung 1939 sowie an den Neuanfang 1991.

Meine Eltern -als junges Ehepaar- entschlossen sich kurz nach dem Beginn des II. Weltkrieges eine Schule zu gründen, was zu jener Zeit kein Einzellfall war. In unserem Land galt das Leben damals noch als Ära des gutbürgerlichen, blühenden Industrie, -und Wirtschaftslebens; die Jugendlichen wollten studieren und schätzten Büroarbeit als eine zukunftssichere Stelle.

Nach dem Namen meiner Eltern wurde die Schule ’Forrai Privatschule’ benannt und sie begann mit der Bildung in Budapest. Der Unterricht mit den Schwerpunkten Rechtschreibung, Maschienen,-und Kurzschrift sowie Textproduktion/formelles Briefschreiben lief von Frühmorgen bis Spätabend in Gruppen. Nicht nur die Fräuleine, die mit einem Forrai-Abschlußzeugnis einen hohen Stellenwert auf dem Arbeitsmarkt hatten, sondern auch zukünftige Notare, bei der Polizei oder beim Militär angestellt,  sorgten für den guten Ruf der Schule.  

Nach dem Krieg durfte die Institution bis zur Verstaatlichung im Jahre 1952 noch funktionieren, meine Eltern arbeiteten auch danach und trotz allem bis zu ihrer Pensionierung als Pädagogen.

Respekt dem Lehrerberuf gegenüber lernte ich von ihnen; es war eine Selbstverständlichkeit für mich in ihre Fußstapfen zu treten. Nach langem Auslandsaufenthalt und vieler Arbeit hofften wir mit meinem Mann 1989 auf einen möglichen Neuanfang. Nach unserer Heimkehr, mit der Unterstützung des Bildungsministeriums wurde unser Traum und Wunsch realisiert.

 

2. Die Arbeit unserer Schule seit 1991

Die Büroarbeit änderte sich viel im Laufe der Zeit. Seit den 90er Jahren beinhaltet sie drei fachspezifische,  auch je an einen Wissenschafstbereich knüpfenden Zweig: nämlich den Informatik- orientierten, den Ökonomie-orientierten und den Geschäftsführung-orientierten Zweig. Alle benötigen auch solide Sprachkenntnisse. So begann unsere Bildung am 1. September 1991 für Studenten mit abgelegtem Abitur als eine zweijährige Fachausbildung in den oben genannten Bereichen.

Der Staat ermöglichte im Jahre 1998 die höhere Berufsausbildung, so erweiterte unsere Schule ihre Tätigkeit in diese Richtung. Wir schließen Zusammenarbeitsverträge mit prominenten ungarischen Universitäten, an denen unsere Studenten ihre Studien fachspezifisch fortsetzen konnten; ihre  bei uns abgelegten Fächer wurden als Kreditpunkte anerkannt und einbezogen. Zwischen 1998-2013 –bis zur Einstellung der höheren Berufsbildungen – galt diese zweijährigfe Fachbildung als unser Hauptprofil. Die Epoche wird gekennzeichnet durch hervorragende Fachprüfungsergebnisse (Prüfungsdurchnitt 4,5 N.B. 5 als beste Note) sowie durch unsere ausgezeichneten Berufskontakte mit multinationalen und nationalen Firmen, die unseren Schulabgängern gute Stellen bieten.

Unsere niveauvolle Bildung unterstreichend ist es wichtig zu erwähnen, dass in der Periode von 1994 bis 2007 die MitarbeiterInnen unserer Schule -beauftragt vom Fachministerium und unter der kreativen und redaktionellen Leitung von Frau Rege S. Forrai, staatlich anerkannte und akkreditierte Bildungsthematiken für fünf Fachausbildungsbereiche ausarbeiteten und modernisierten. Frau Forrai übte gleichzeitig die Rolle der Fachexpertin im Bereich ’Curriculum’ – Förderung – Lernmittel/Lehrmittel aus. Während der Jahren erstellte unser Lehrerkollegium 14 Kursbücher und weitere Arbeitsbücher/Handreichungen, von denen bis heute noch zehn verwendet werden.

2005 erweiterten wir unsere Bildungspalette mit Kunstbildung und gymnasialem Unterricht mit englischer  Spezialisierung.

Seit 1995 residiert die Schule in einem vierstöckigen, ästhetischen, modernem Schulgebäude mit 20 Klassenzimmern und mit einem schönen Garten. Neben den vier Computerräumen stehen auch ein naturwissenschaftliches Laboratorium, kunstbezogene Fachräume (für Musik, für Zeichnen, eine Näherei/Schneiderei, Dekorationswerkstatt) zur Verfügung. Jeder Fachraum ist mit modernen zeitgemässen technischen Geräten asugestattet. Eigine Klassenzimmer haben eine digitale Tafel. Im Garten können die SchülerInnen Basketball, Federball, Tischtennis spielen oder sich einfach entspannen. 

Wir dürfen über mehrere Tausende von eigenen Schulabgängern sprechen. Die Mehrheit hat eine verantwortungsvolle Position bei einer der landesweit präsenten Joint-venture- Firmen; laut Rückmeldungen sind die Geschäftsführer zufrieden mit ihrer Arbeit. 80-85% unserer Abiturienten setzen ihr Studium an einer heimischen oder einer ausländischen Hochschule oder Universität fort.

Fast alle unserer LehrerInnen haben Universitätsabschluß, sie sind anerkannte und geschätzte VertreterInnen ihres Berufes. Mehrere sind Authoren von Kursbüchern, was auch ihre gute fachliche Kompetenz kennzeichnet. Die grosse Zahl der Auszeichnungen und gute Leistungenen auf den ’Landesweiten fachlkompetenten Wettbewerben’ für unsere Studenten sprechen auch für die gute Lehrkraft unserer Schule. Auch unsere Gymnasiasten haben die Möglichkeit für schulinterne Wettbewerbe im Englischen, Geschichte, Mathematik, und als Redner. Die ehrgeizigen Studenten können auch landesweite Wettbewerbe antreten.

Anhand der bisherigen Informationen ist es offensichtlich, dass nebst Innovation die Qualität eine Priorität in der Philosophie unserer Schule hat. Das stellten auch Organisationen fest, die unsere Arbeit des öfteren untersuchten. Von der Bewertungskomission für Institutionen des Vereins der Privatschulen und Stiftschulen erhielten wir die Bestätigung „Zertifizierte Schule” im Jahre 1995, welche Bestätigung auch im Jahre 2004 bzw 2009 verlängert wurde. 1997 erhielten wir im Rahmen  des Programms von der in der Schweiz residierenden ’European Foundation for Quality Management’ den Titel „Fachausbildungsstätte mit europäsischen Qualitätsstandards”.

 

3. Die Gegenwart unserer Schule – Zielsetzungen, Aufgaben

2013 erlebten wir einen grossen Fortschritt im Leben unserer Schule, als – unsere Initiative bejahend – die Ungarische Methodistenkirche die Trägerschaft der Schule übernahm.

Die von der und durch die Kirche vermittelten christlichen Werte spielen in drei Bereichen unserer Schule eine grosse Rolle: (1) während der Erwicklung sozialer Fähigkeiten, die die Herausforderungen unserer Zeitepoche taktvoll behandeln können; (2) indem das auf die traditionellen christlichen Werten aufbauende moralische Verständnis und dieselbe Lebensweise als Beispiel vorgelebt werden, und (3) in der Vorbereitung des selbständigen Lernens auf eigenem innerem Anspruch basierend sowohl in den Stunden als auch zu Hause. In diesem Kontext erhalten die pädagogischen Prinzipien unserer Schule sowie die Mittel ihrer Realisierung eine neue Bedeutung.

 

Diese Bereiche vereinigen die traditionellen Werte und die Anfang des 21. Jahrhunderts aufgetauchten neuen gesellschaftlichen Ansprüchen, im Einklang mit den den Lernprozess helfenden Attitüden, den während des Lehr- und Erziehungsprozesses erworbenen Kenntnissen, und mit den Fähigkeiten der wichtigsten  Kompetenzen. 

Eine bedeutende Veränderung verursachte im Leben unserer Schule, dass Pastorin Zsófia Pásztor unsere Schüler im Sekundarbereich ’in ihre Seelsorge hineinzog’-d.h. sie hält Bibelstunden und Religionsunterricht in Kleingruppen, hält einmal in der Woche Gottesdienst, und führt Gespräche, organisiert die Voluntärarbeit, baut die christlichen Werte in die Schulprogramme, in die Projekttage ein. Sie entwirft gemeinsame Kirche- Schule – Programme.

Bevor Beginn des akademischen Jahres nehmen die LehrerInnen an sog. ’Stillen Tagen” – Rüstzeiten teil, wo sie über ihre Vorstellungen, über Programme diskutieren, an kurzfristigen und langffristigen Plänen arbeiten und abstimmen.

Daten unserer Schule

Zur Zeit haben wir 481 Studenten als Vollzeitschüler und in der Abendschule. Ein Teil der Lerner nimmt an der Sekundarausbildung teil, der andere Teil besucht nach dem Abitur die zweijährige künstlerische Fachausbildung.

Während der Ausbildung hat das Sprachlernen (Englisch, Deutsch, Spanisch) eine Priorität.

Nach Spezifikation bietet unsere Bildungspalette:

-bilingualen Gymnasialunterricht (Englisch-Ungarisch)

-gymnasialen Unterricht mit englischer Spezialisierung

-gymnasialen Unterricht mit Kunst-Spezialisierung

-Unterricht im Sekundarbereich mit Kunst-Spezialisierung für Schüler nach abgeschlossenem Abitur (staatlich anerkannte, zweijährige Ausbildung in den Kunstbereichen Mode, Dekoration und Graphik  sowie im Bereich Wirtschaftsinformatik)

Weitere Pläne

Die Schule war immer bekannt für ihren zeitgemässen Charakter. Das gilt auch für den Gegenwart. Aus  dem komplexen pädagogisch-fachspezifischen Bereich möchte ich nur einen Zweig hervorheben und zwar das Fremdsprachenlernen. Der erste Schritt in Förderung dieser Richtung wurde bereits gemacht: im Sommer 2014 wurde es 40 SchülerInnen ermöglicht, dass sie an einer englischsprachigen Kunstwoche teilnehmen konnten. Dieses Programm wurde ermöglicht mit der Unterstützung der EMK Gemeinde El Paso/Texas. Viele engagierte Mitglieder dieser Gemeinde kamen nach Ungarn und leiteten den Camp zusammen mit unseren Englischlehrern – und halfen unsere Schüler nicht nur zu besseren Sprachkenntnissen sondern auch zu breiteren Informationen über die Welt, dei Kirche, die menschlichen Werte. Wir hoffen auf die Realisierung weiterer Camps auch im Sommer 2015.

Die Kirche in Trägerschaft möchte die Schule auch im weiteren unterstützen. So kam die Idee, es wäre eine gute Möglichkeit, wenn unsere Studenten für bestimmte Zeit bei Gastfamilien in englisch,-deutsch-, oder spanischsprachigen Territorien verbringen könnten. Die an der Fachbildung teilnehmenden Schüler könnten eventuell ihr Praktikum im Ausland absolvieren. Wir arbeiten an diesen Plänen und hoffen, dass einige unserer Studenten bald ihren Koffer packen können, und dann mit positiven Erfahrungen über ferne Länder und Kulturen zurückkehren.  

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